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  • Was sollen eigentlich Unis vermitteln?

    Verfasst von boris am 26.03.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Immer wiederkehrend kam in diesem Blog, aber auch gerade im Rahmen meiner hochschulpolitischen Laufbahn das Thema des Sinnes des universitären Studiums vor: Was soll eigentlich ein universitäres Studium vermitteln? Worauf soll es vorbereiten? Was sollten daher die Inhalte dieses Studiums sein? Ich stehe diesbezüglich fest auf dem Standpunkt, dass es in unserem Hochschulsystem einen funktionalen und damit ebenfalls inhaltlichen Unterschied zwischen den verschiedenen Hochschulformen gibt. Eine Fachhochschule hat berufspraktische Lehrziele, eine Universität wissenschaftliche. Dies finde ich, um hier keine Grundsatzdebatte anzuzetteln, alleine schon deshalb sinnvoll, da sich sonst für mich nicht erschließt, wozu es überhaupt verschiedene Hochschultypen gibt; wenn es keine funktionalen und inhaltlichen Unterschiede gäbe, bräuchte ich schließlich auch keine verschiedenen Hochschultypen vorhalten. Allerdings ist eine der größten Beschwerden am Bolognasystem, dass die neuen universitären Studiengänge nicht sinnvoll auf die Berufspraxis vorbereiten (haben es eigentlich die alten gemacht?). Dies schneidet sich allerdings mit dem Ausbildungsziel einer Universität: der Wissenschaft.

    Ein Musterbeispiel dieser Verkenntnis liefert gerade ein Artikel auf SPON, in welchem sich ein Gründer beschwert, dass er mit seinem VWL- und BWL-Master von der Uni Hannover inhaltlich wenig bei seiner Unternehmensgründung hätte anfangen können. weiterlesen…

    Der beginnende Tod des VHB-JOURQUAL?

    Verfasst von boris am 20.03.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Ende Februar/ Anfang März tagte die Wissenschaftliche Kommission Organisation (WK Orga) des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) und beschloss nichts weniger als den Ausstieg aus dem JOURQUAL. Dies ist erwähnenswert, da dieses Ranking der Zeitschriften im Bereich Wirtschaftswissenschaften zurzeit DIE Grundlage für gefühlt alle Evaluationen von Forschern in diesem Bereich ist – mit den damit verbundenen Nachteilen. Daher erhoffe ich mir eine Steigerung der wissenschaftlichen Qualität, falls dieser Ausstieg tatsächlich in die Tat umgesetzt und gelebt wird.

    Doch erst einmal, was bedeutet dieser Beschluss? weiterlesen…

    Warum soll eigentlich nur der Staat für Rohstoffe sorgen? – Ein Nachtrag

    Verfasst von boris am 05.03.2013
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In dem Artikel „Warum soll eigentlich nur der Staat für Rohstoffe sorgen?“ habe ich mich vor gut zwei Wochen unter anderem mit dem Problem befasst, dass sich deutsche Unternehmen immer mehr aus den Aktivitäten der Rohstoffförderung zurückgezogen haben und nun vom Staat Hilfe bei der Versorgung mit Rohstoffen fordern. Konkret war mein Aufmacher die RA Rohstoffallianz GmbH.

    Nun kümmert sich diese Allianz weniger um Energierohstoffe aber durchaus passend zum Thema Rohstoffversorgung konnte heute den Medien entnommen werden, dass die RWE AG wieder einmal öffentlich darüber nachdenkt, die eigene Explorations- und Produktionstochter DEA zu veräußern, um Schulden abzubauen. weiterlesen…

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