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  • Erstes Regionalforum des Thüringer Hochschuldialogs vollbracht

    Verfasst von boris am 06.04.2016
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Was macht man eigentlich, wenn man neun Jahre Hochschulpolitik als wissenschaftlicher Mitarbeiter und als Studierender auf den Buckel hat, man nach der Promotion das Gefühl hat, dass ein Leben für die Forschung nicht die Zukunft sein muss, aber einen dieses Hobby Hochschulpolitik irgendwie nicht los lässt? Genau: Man heuert als Referent im Wissenschaftsministerium (oder genau im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) an und organisiert den Thüringer Hochschuldialog mit.

    Die attraktive Idee an diesem Dialog ist, dass in Thüringen das Hochschulgesetzt novelliert werden muss und sich an dieser Stelle das Ministerium gesagt hat, dass man nicht mal eben einen Entwurf aus dem Schreibtisch zaubert. Stattdessen sollen unter anderem im Rahmen von Regionalforum an jedem Hochschulstandort Thüringens die dortige Hochschulöffentlichkeit und alle Interessierten darüber diskutieren, was Ihnen auf den Nägeln brennt und was sie gerne in der Hochschulgesetzgebung geändert hätte. Ein Ansatz, den ich aus meiner HoPo-Erfahrung – gerade an der RWTH Aachen – nur begrüßen kann. Denn ich denke, dass eines der Puzzlesteinchen, das zur wörtlichen doppelten Exzellenz meiner Alma Mater geführt hat, die konstruktive Zusammenarbeit der Aachener hochschulpolitischen Akteure miteinander war. Und dieser Gedanke, dass das die Ideen, Anstöße und irgendwie damit ja auch das Verfahren breit geerdet werden, diesen demokratischen Gedanken sehe ich auch im Thüringer Hochschuldialog.

    Deshalb bin ich auch stolz, dass nun heute das erste der sieben Regionalforen in Nordhausen mit einer fast dreistelligen Anzahl an Plenumsteilnehmerinnen und Plenumsteilnehmern aus allen Gruppen aus meiner Sicht erfolgreich über die Bühne gegangen ist. Wir hatten eine Diskussion, an der sich Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulleitung, der Mitarbeitenden, der Studierenden, des Rats der Hochschule aber auch der KTS, des Landtags oder der Wirtschaft zu den Themen „Hochschulstruktur und Mitwirkung“, „Forschung, Lehre und Studienbedingungen“, „Wissenschaftlicher Nachwuchs und Gute Arbeit“ sowie weiteren Themen geäußert haben, die, wie ich finde, interessant verlaufen ist. Und da wir auch das Ministerium für Digitale Gesellschaft sind, hatten wir sogar einen Live-Stream der Veranstaltung und Diskussionsbeiträge, die uns aus dem Netz zugesandt worden. Quasi wie im Fernsehen. Nur besser! So kann es also weiter gehen.

    Einziger Wehrmutstropfen aus meiner privaten AlFa-Altnasen-Sicht – und hier ist die echte original AlFa, die Allgemeine Fachschaftsliste der RWTH Aachen und nicht die Namenklauer-Professoren-AlFa von Bernd L. gemeint – ist, dass ich gerne mehr Studis im Diskussionsplenum gesehen hätte. Denn hier ist nun die Möglichkeit gegeben, mit dem Minister, dem Staatsekretär, dem Hochschulrat, dem Hochschulpräsidium, den Professorx, den Mitarbeitenden, den Externen und den Studierenden zu diskutieren. Und dann sähe eine AlFa-Altnase auch gerne, dass das Plenum aus vielen Studis bestehen würde und nicht, dass das Plenum lediglich viertelparitätisch besetzt ist.
    Da geht also noch was. Und zwar am 25. April von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, am 03. Mai von 15.00 bis 18.00 Uhr im Audimax der noch Staatlichen Studienakademie und bald Dualen Hochschule Gera Eisenach, am 10. Mai von 14.00 bis 17.00 Uhr im Festsaal im Fürstenhaus der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, am 11. Mai von 15.00 bis 18.00 Uhr im Raum 8.2.01/02 der Fachhochschule Erfurt, am 24. Mai von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Aula der Hochschule Schmalkalden, am 01. Juni von 14.00 bis 17.00 Uhr im Audimax der TU Ilmenau und schließlich jeweils LIVE und in Farbe auf www.thueringer-hochschuldialog.de

    UPDATE: In Summe konnten wir auf allen sieben Regionalforen zusammen mehr als 700 Menschen begrüßen, die vor allem miteinander konstruktiv über die Zukunft des Thüringer Hochschulgesetzes diskutiert haben.

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