• Schlagwörter

  • Warum der BGH irrt, wenn er das Maskulinum im Bankverkehr für die Kollektivform hält

    Verfasst von boris am 13.03.2018
    Allgemeinpolitik

    Heute morgen hat der BGH entschieden, dass Frauen durch ihre Banken nicht als Kontoinhaberin explizit angesprochen werden müssen. Stattdessen reiche es, wenn Menschen aller Geschlechter als Kunden bezeichnet würden. Hierfür wurde als Argument angeführt, dass die männliche Form im Sinne des generischen Maskulinums im Allgemeinen auch nicht-männliche Personen umfasse [1].

    Gerade im Finanzschriftverkehr kann jedoch eindeutig gesehen werden, dass Kunde hier gerade nicht im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs als Kollektivform gelten kann. Grund ist, dass es Frauen bis 1958 in Deutschland nicht gestattet war, ohne Zustimmung ihres Ehemannes ein eigenes Konto zu eröffnen [2]. weiterlesen…

    |