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  • Zieh die anderen zu dir runter – Die CSU und die Beförderung von Herrn Maaßen

    Verfasst von boris am 19.09.2018
    SPD und Wahlk(r)ämpfe

    Was macht eine Partei im Wahlkampf, wenn sie schlecht dasteht? Wenn vier Monate vor der Wahl mehr als ein Drittel der Befragten diese Partei für das größte Problem für das eigene Land halten? Ob in einer solchen Lage eine rein positiv besetzte Kampagne unentschiedene Wähler/innen noch überzeugen kann, dürfte bezweifelt werden können. Gerade wenn es sich bei der Partei um eine alleinregierende Partei handelt. Anscheinend ziehen ihre (vermeintlichen) Erfolge nicht mehr. Was also machen? Ganz einfach: Wenn man selbst nicht hoch kommt, muss der Gegner runter! Er muss in das gleiche Loch herunter gezogen werden, wo man selbst gerade hockt.

    Genau das ist, was aus meiner Sicht gerade in der Causa Seehofer-Maaßen beobachtet werden kann. weiterlesen…

    Wissenschaftscontrolling und Wissenschaftler/innen, die alle 5 Tage veröffentlichen können

    Verfasst von boris am 18.09.2018
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Vor einiger Zeit bin ich an dieser Stelle schon einmal auf das Phänomen der Noteninflation eingegangen: Unsere Studis werden gemäß ihrer Abschlussnoten immer besser (Wissenschaftsrat 2012). Dies dürfte aus meiner Sicht stark darauf zurückzuführen sein, dass der Fokus bei der Einstellung von Berufsanfänger/inne/n immer stärker auf den Noten und nicht auf qualitativen Kriterien wie dem Studieninhalt,… liegt. In Folge wird an dieser Stelle optimiert, Druck auf die Hochschule ausgeübt und so weiter. Analog ist es bei den Wissenschaftler/inne/n ebenfalls so, dass diese immer stärker controllt werden. Ein neolieberaler Staat will schließlich wissen, welche Wissenschaftler/innen (vermeintlich) forschungsstark sind, wozu ein Wissenschaftscontrolling eingeführt werden muss. Ziel ist es hierüber, diesen leistungsstarken Wissenschaftler/inne/n mehr Ressourcen zuzuweisen, als anderen. Dazu werden v. a. Veröffentlichungen aber auch Drittmittel, Ausgründungen und so fort gezählt. Mit einem Blick auf die Literatur des kritischen Accountings wird aber schnell offensichtlich, dass solch ein Controlling schnell problematisch wird: Betrachtete Subjekte richten sich rasch lediglich am Controllingmaß, nicht aber an den dahinterliegenden Zielen aus, um ihre Auszahlung zu optimieren (etwa Townley 1993).

    In der aktuellen Nature-Ausgabe wird eine leistungsorientierte Inflation anschaulich mit Bezug auf den Output von Wissenschaftler/nnen dargestellt, den Publikationen. weiterlesen…

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