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  • Der konservative Missbrauch von Karneval

    Verfasst von boris am 06.03.2019
    Allgemeinpolitik

    Während Karneval i. S. der Narr/inn/enfreiheit gerade auch dafür genutzt werden kann, den Mächtigen einen Spiegel vor zuhalten, scheint das politische Thema dieser Karnevalssession zu sein, die ohnehin schon Diskriminierten ein wenig weiter zu diskriminieren. weiterlesen…

    Zieh die anderen zu dir runter – Die CSU und die Beförderung von Herrn Maaßen

    Verfasst von boris am 19.09.2018
    SPD und Wahlk(r)ämpfe

    Was macht eine Partei im Wahlkampf, wenn sie schlecht dasteht? Wenn vier Monate vor der Wahl mehr als ein Drittel der Befragten diese Partei für das größte Problem für das eigene Land halten? Ob in einer solchen Lage eine rein positiv besetzte Kampagne unentschiedene Wähler/innen noch überzeugen kann, dürfte bezweifelt werden können. Gerade wenn es sich bei der Partei um eine alleinregierende Partei handelt. Anscheinend ziehen ihre (vermeintlichen) Erfolge nicht mehr. Was also machen? Ganz einfach: Wenn man selbst nicht hoch kommt, muss der Gegner runter! Er muss in das gleiche Loch herunter gezogen werden, wo man selbst gerade hockt.

    Genau das ist, was aus meiner Sicht gerade in der Causa Seehofer-Maaßen beobachtet werden kann. weiterlesen…

    Wissenschaftscontrolling und Wissenschaftler/innen, die alle 5 Tage veröffentlichen können

    Verfasst von boris am 18.09.2018
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Vor einiger Zeit bin ich an dieser Stelle schon einmal auf das Phänomen der Noteninflation eingegangen: Unsere Studis werden gemäß ihrer Abschlussnoten immer besser (Wissenschaftsrat 2012). Dies dürfte aus meiner Sicht stark darauf zurückzuführen sein, dass der Fokus bei der Einstellung von Berufsanfänger/inne/n immer stärker auf den Noten und nicht auf qualitativen Kriterien wie dem Studieninhalt,… liegt. In Folge wird an dieser Stelle optimiert, Druck auf die Hochschule ausgeübt und so weiter. Analog ist es bei den Wissenschaftler/inne/n ebenfalls so, dass diese immer stärker controllt werden. Ein neolieberaler Staat will schließlich wissen, welche Wissenschaftler/innen (vermeintlich) forschungsstark sind, wozu ein Wissenschaftscontrolling eingeführt werden muss. Ziel ist es hierüber, diesen leistungsstarken Wissenschaftler/inne/n mehr Ressourcen zuzuweisen, als anderen. Dazu werden v. a. Veröffentlichungen aber auch Drittmittel, Ausgründungen und so fort gezählt. Mit einem Blick auf die Literatur des kritischen Accountings wird aber schnell offensichtlich, dass solch ein Controlling schnell problematisch wird: Betrachtete Subjekte richten sich rasch lediglich am Controllingmaß, nicht aber an den dahinterliegenden Zielen aus, um ihre Auszahlung zu optimieren (etwa Townley 1993).

    In der aktuellen Nature-Ausgabe wird eine leistungsorientierte Inflation anschaulich mit Bezug auf den Output von Wissenschaftler/nnen dargestellt, den Publikationen. weiterlesen…

    Am Deutschen Wesen mag die Welt genesen – nicht schon wieder dieser Nationalchauvinismus

    Verfasst von boris am 16.04.2018
    Allgemeinpolitik

    Es gab ja schon einmal Zeiten, in der wir wussten, dass an unserem Wesen die Welt genesen mag. Der Spruch, der Zunächst für die Einigung Deutschlands zum Nationalstaat werben sollte, wurde später im Sinne dieses Nationalismus nach außen gekehrt und v. a. im Rahmen des ersten Weltkriegs gerne benutzt.

    Aktuell kehrt diese Gedankenwelt wieder verstärkt zurück. In der Zeit, in der v. a. CSU und AfD darum streiten, wer populistischer ist, wird gerade aus der bayrischen Ecke, aber gerne auch von anderen christlichen Politikern und Politikerinnen mal ein Spruch rausgehauen, wo anderen, am liebsten Menschen muslimischen Glaubens empfohlen wird, sich an uns zu orientieren. weiterlesen…

    Warum der BGH irrt, wenn er das Maskulinum im Bankverkehr für die Kollektivform hält

    Verfasst von boris am 13.03.2018
    Allgemeinpolitik

    Heute morgen hat der BGH entschieden, dass Frauen durch ihre Banken nicht als Kontoinhaberin explizit angesprochen werden müssen. Stattdessen reiche es, wenn Menschen aller Geschlechter als Kunden bezeichnet würden. Hierfür wurde als Argument angeführt, dass die männliche Form im Sinne des generischen Maskulinums im Allgemeinen auch nicht-männliche Personen umfasse [1].

    Gerade im Finanzschriftverkehr kann jedoch eindeutig gesehen werden, dass Kunde hier gerade nicht im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs als Kollektivform gelten kann. Grund ist, dass es Frauen bis 1958 in Deutschland nicht gestattet war, ohne Zustimmung ihres Ehemannes ein eigenes Konto zu eröffnen [2]. weiterlesen…

    Uni Köln gegen Studiengebühren für Ausländer/innen

    Verfasst von boris am 06.09.2017
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Schon unter dem Duo Rüttgerst/Pinkwart hatten CDU und FDP in NRW Studiengebühren Studienbeiträge eingeführt. Nun, nachdem diese zwischenzeitlich durch SPD und Grüne wieder abgeschafft worden, sollen sie gemäß den Koalitionsvereinbarungen unter dem Duo Laschet/Pfeiffer-Poensgen durch CDU und FDP wieder eingeführt werden. Um dabei den Gegenwind geringer als beim letzten Mal zu halten, sollen die Studiengebühren dieses Mal nach dem Baden-Württemberger-Vorbild nur für EU-Ausländer/innen gelten. Nun hat aber (zum Glück) eine erste Hochschule, die Universität zu Köln [1], diese Studiengebühren abgelehnt. weiterlesen…

    Wie ich die Welt mit meiner SPD-Fahne verstörte

    Verfasst von boris am 24.03.2017
    SPD und Wahlk(r)ämpfe

    Gestern war es mal wieder an der Zeit, in Erfurt seinen Mann bzw. seine Frau zu stehen: Gegen Islamphobie und gegen Ausländer/innen/feindlichkeit. Weil ich es so von früher kenne und auch Zeit hatte, nach der Arbeit noch kurz nach Hause zu fahren, nahm ich meine SPD-Fahne mit zur Demo. Doch damit verstörte ich gleich Dreierlei: Die Rechten, die Antifa und meine Partei. weiterlesen…

    Erstes Regionalforum des Thüringer Hochschuldialogs vollbracht

    Verfasst von boris am 06.04.2016
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Was macht man eigentlich, wenn man neun Jahre Hochschulpolitik als wissenschaftlicher Mitarbeiter und als Studierender auf den Buckel hat, man nach der Promotion das Gefühl hat, dass ein Leben für die Forschung nicht die Zukunft sein muss, aber einen dieses Hobby Hochschulpolitik irgendwie nicht los lässt? Genau: Man heuert als Referent im Wissenschaftsministerium (oder genau im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) an und organisiert den Thüringer Hochschuldialog mit. weiterlesen…

    Bürgerentscheid in Bayreuth – Oder wie ich lernte, den Wähler zu betuppen

    Verfasst von boris am 15.03.2016
    Allgemeinpolitik

    Am Wochenende wurde nicht nur in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Nein, auch in Bayreuth fand ein Bürgerentscheid statt. Und wie es in den drei Ländern vor allem für die Parteien der Großen Koalition übel ausging hat auch der Bayreuther Wähler/innen vor allem den Ratsfraktionen der CSU und der SPD einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber hierüber will ich nicht schreiben. Ich will mich viel lieber darüber echauffieren, wie der Stadtrat versuchte, im Rahmen des Bürgerentscheids die Wähler zu betuppen. weiterlesen…

    Ist der Ruf erst ruiniert – Promotion in Bayreuth

    Verfasst von boris am 06.03.2016
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Im letzten Jahr wurde ich an der Universität Bayreuth promoviert und musste mich auch nach meiner ersten Stelle nach der Universität umschauen. Dabei hatte ich einige Vorstellungsgespräche zu absolvieren und ein Thema kam in Rahmen des Small-Talks überproportional oft vor: Guttenberg und seine Doktorarbeit. weiterlesen…

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