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  • Der Mythos der zu praxisfernen Bachelor-/ Masterausbildung

    Verfasst von boris am 23.04.2015
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Da beschwert sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) doch mal wieder über das Bachelor-/Mastersystem und dessen Absolvierende. Das an diesem System mit viel Engagement und in der Regel völlig zu Unrecht rumgemäkelt wird, ist bedauernswerterweise nichts Neues. Doch die aktuelle Kritik des DIHKs zeigt leider einmal wieder, dass auf Arbeitgeberseite einfach nicht verstanden wird, was dieses System soll und wie unsere Hochschullandschaft aufgebaut ist. Dass ich unter solchen Voraussetzungen mit den von mir eingestellten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen regelmäßig unzufrieden bin, ist dann aber auch nicht erstaunlich.

    Aber was wird aktuell konkret kritisiert? weiterlesen…

    Was sollen eigentlich Unis vermitteln?

    Verfasst von boris am 26.03.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Immer wiederkehrend kam in diesem Blog, aber auch gerade im Rahmen meiner hochschulpolitischen Laufbahn das Thema des Sinnes des universitären Studiums vor: Was soll eigentlich ein universitäres Studium vermitteln? Worauf soll es vorbereiten? Was sollten daher die Inhalte dieses Studiums sein? Ich stehe diesbezüglich fest auf dem Standpunkt, dass es in unserem Hochschulsystem einen funktionalen und damit ebenfalls inhaltlichen Unterschied zwischen den verschiedenen Hochschulformen gibt. Eine Fachhochschule hat berufspraktische Lehrziele, eine Universität wissenschaftliche. Dies finde ich, um hier keine Grundsatzdebatte anzuzetteln, alleine schon deshalb sinnvoll, da sich sonst für mich nicht erschließt, wozu es überhaupt verschiedene Hochschultypen gibt; wenn es keine funktionalen und inhaltlichen Unterschiede gäbe, bräuchte ich schließlich auch keine verschiedenen Hochschultypen vorhalten. Allerdings ist eine der größten Beschwerden am Bolognasystem, dass die neuen universitären Studiengänge nicht sinnvoll auf die Berufspraxis vorbereiten (haben es eigentlich die alten gemacht?). Dies schneidet sich allerdings mit dem Ausbildungsziel einer Universität: der Wissenschaft.

    Ein Musterbeispiel dieser Verkenntnis liefert gerade ein Artikel auf SPON, in welchem sich ein Gründer beschwert, dass er mit seinem VWL- und BWL-Master von der Uni Hannover inhaltlich wenig bei seiner Unternehmensgründung hätte anfangen können. weiterlesen…

    Bologna und seine Schuld am Elend unserer Hochschulen?

    Verfasst von boris am 02.01.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    In meinem letzten Blogeintrag ging ich darauf ein, dass ich nicht glaube, dass die Bolognareform dafür verantwortlich ist, dass sich Fachhochschulen und Universitäten immer mehr annähern; ich vermutete und vermute hinter diesem Problemen als pars pro toto für viele aktuell diskutierte Probleme in unserem Bildungssystem eher einen gesellschaftlichen Wandel denn die Bologna-Reform. Nun erreichte mich ein Zitat aus einem Selbstbericht zur Studiengangs-Reakkreditierung an einer großen deutschen Universität, das in diesem Zusammenhang spanend ist, weshalb ich es an dieser Stelle paraphrasieren möchte:

    Die betreffende Uni hat bei ihren Absolventen über mehrere Jahre hinweg Umfragen bezüglich der Zufriedenheit mit dem Bachelorstudium durchgeführt. weiterlesen…

    Die Bachelor-Masterumstellung als Grund für die Fachhochschulisierung deutscher Universitäten?

    Verfasst von boris am 29.12.2012
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    In dem Gastbeitrag „Erst unterscheiden, dann vereinheitlichen“ für die FAZ (den ich an dieser Stelle nicht verlinke, da mir die Visionen des Leistungsschutzrechtes nicht klar sind) geht der Bielefelder Soziologieprofessor Stefan Kühl unter anderem auf das Problem ein, dass durch die Bachelor- Masterumstellung universitäre Studiengänge immer mehr denen an Fachhochschulen angeglichen werden. Doch ist hier tatsächlich die Bachelor- Masterumstellung schuld? Ich denke nicht. Für mich liegt hier ein gesellschaftliches Problem vor. weiterlesen…

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