• Schlagwörter

  • Unveröffentlicht – Wenn der Strom gebeamt werden muss und damit AKWs gesichert werden

    Verfasst von boris am 09.02.2014
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In Deutschland und manchmal besonders in Bayern glaube ich im Moment einmal wieder ein grundsätzliches Problem in Bezug auf die Energiepolitik zu sehen. Elektrizität soll doch bitte zuverlässig aus der Steckdose kommen, die Erzeugung und der Transport des Stroms sollen jedoch bitte woanders erfolgen, aber nicht hier! Leider gibt es da aber die Thermodynamik, deren zweiter Hauptsatz fordert, dass sich (elektrische) Energie nicht einfach spontan (in der Steckdose) selbst erzeugt. Der nachgefragte Strom muss also erst erzeugt und dann i. d. R. von dem Ort der Erzeugung zum Kunden transportieren werden. Es besteht folglich ein Dilemma, wenn beide Forderungen (Strom steht zur Verfügung und Transport und Erzeugung fallen nicht auf) unter einen Hut gebracht werden sollen. Aber leider gehen viele Bürger davon aus, dass dies geht. weiterlesen…

    Energiesubventionen und die Rolle der erneuerbaren Energieträger

    Verfasst von boris am 30.01.2013
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Da gerade mal wieder die angeblich viel zu hohen Subventionen für erneuerbare Energien in Deutschland durch die Medien geistern, denke ich, dass man kurz einmal ein Blick auf die Zahlen werfen sollte. Eine gute Quelle ist dabei immer wieder der World Energy Outlook der International Energy Agency. Warum? Ich finde, die IEA bringt gute und interessante Zahlen raus und man kann sie nicht verdächtigen, Vorreiter der erneuerbaren Energien zu sein, da ich die IEA eher als Freund der Kernenergie wahrnehme. Da ich keinen Sponsor habe, der mir den aktuellen World Energy Outlook finanziert, hab ich mir mal den WEO aus dem Jahre 2010 vorgenommen und dort mal nach Zahlen zu Energiesubventionen gesucht. Und siehe da, es gibt ein Ergebnis. weiterlesen…

    Warum ich Umweltschützer nicht immer verstehe

    Verfasst von boris am 29.07.2012
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Ich denke, dass der Schutz der Umwelt und die Minimierung von Treibhausgasemissionen inzwischen ein Ziel ist, was von vielen Menschen akzeptiert ist und von einem geringen Teil, der bemerkt hat, dass dies nur mit einer Veränderung der Lebensweise geht, auch so in Teilen angegangen wird. Allerdings verstehe ich nicht wirklich, warum hierbei von einigen Umweltschützern eine Totalblockade gegen jedwede technische Entwicklung gefahren wird, die auf dem Weg zu einer CO2­­-freien Stromerzeugung helfen kann, und so tun, als ob wir sofort einfach alle alten Kraftwerke abschalten könnten und keine neuen mehr bräuchten.

    Dieses Wundern kam ganz konkret heute Mittag wieder auf, als ich lesen musste, dass sich Greenpeace über einen Entschluss zur Änderung der Regionalplanung am RWE Kraftwerk Niederaußem echauffiert. weiterlesen…

    Bayern und der Strom

    Verfasst von boris am 26.06.2012
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Bekanntlich muss man sich im Süden unserer Republik momentan Gedanken machen, wo der Strom in der Zukunft herkommt. Vor dem Hintergrund des Atom-Moratoriums wurden in Bayern 0,9GW Bruttoleistung, in Baden-Württemberg 1,8GW und im südlichen Hessen 2,5GW Bruttoleistung stillgelegt. Zwei weitere bayrische AKWs sollen nach den aktuellen Planungen in den nächsten fünf Jahren (spätestens 2015 und 2017) stillgelegt werden. Folglich muss oder sollte überlegt werden, woher der Strom stattdessen kommen kann.

    Das wir, gerade der Süden Deutschlands, weniger Strom zur Verfügung haben, war in vielen Schreckensmeldungen in den Medien in diesem Winter zu lesen. Ob die Lage dann wirklich so schlimm ist, ist eine andere Frage, da Deutschland an sich immer noch tendenziell Strom exportieren kann und eher unsere westlichen Nachbarländer regelmäßige ernsthafte Versorgungsprobleme haben. Wie auch immer, wir haben Kraftwerke stillgelegt, wir wollen die Wirtschaftsleistung nicht herunterschrauben, den privaten Lebensstil nicht einschränken und ernsthaft Strom sparen will leider auch keiner. Also müssen wir die Erzeugungskapazität irgendwie ersetzten weiterlesen…

    Die Erneuerbaren und ihre Grundsätzliche Schuld an allen Problemen der Energiewirtschaft

    Verfasst von boris am 03.04.2012
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In meinem Blog beschäftige ich öfter mit komischen Aussagen und Meinungen zur Energiewende. So auch heute mal wieder. Letzte Woche ist bei Hemstedt ein Umspannwerk ausgefallen, welches als eine von drei Stromnetzverbindungen zwischen den alten und den neuen Bundesländern dient. Zusätzlich gab es an der Ostsee eine steife Brise, so dass es Probleme gab, die hohe Stromproduktion aus dem Osten unserer Republik gen Westen abzutransportieren. Soweit so gut; das passiert. Man könnte dem sicherlich netzseitig begegnen, wenn es mehr Netzverbindungsstellen geben oder geeignete Stromspeichertechnologien existieren würden. Erste fehlen aber oft noch – auch da sich gegen viele Trassenprojekte Bürgerbewegungen postiert haben. An letzten wird geforscht respektive etablierte Lösungen wie Pumpspeicherkraftwerke können nicht in nennenswerter Menge nachgebaut werden, da viele geeignete Standorte schon vergeben sind bzw. auch hier wieder Bürgerproteste gegen Neubauten existieren.

    Doch was kommentieren so einige Reporter (zum Beispiel im heutigen Handelsblatt): Diese Situation war der Energiewende geschuldet; dem politisch gewollten Schwenk weg von der Atomenergie. Eine Logik, die sich mir entzieht. weiterlesen…

    Wie der Atomausstieg relativ teuer gerechnet werden kann – Teil 2

    Verfasst von boris am 15.08.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Vor etwa zwei Wochen kommentierte ich hier Berichte zu den (angeblichen) Kosten der Energiewende. Natürlich ist es immer problematisch, solche Daten zu kommentieren – gerade wenn einem die eigentlichen Studien nicht vorliegen. Doch dann kommt man aus dem Urlaub zurück, blättert in den Zeitungen der vergangenen Woche und findet dort: Eine Studie des EWI der Universität Köln die Energieszenarien vergleicht.

    So haben sich nun auch das EWI, die GWS und Prognos Gedanken über die Folgen der Energiepolitik gemacht. Diese sehen nun ganz anders als die damals kommentierte Studie aus, die bis 2020 zusätzliche Kosten von knapp 300 Mrd. € prognostizierte. In dieser neuen Studie wird davon ausgegangen, dass die kumulierten Mehrkosten von 2008 bis sogar 2030 lediglich 16,4 Mrd. € betragen. weiterlesen…

    Wie der Atomausstieg relativ teuer gerechnet werden kann

    Verfasst von boris am 01.08.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In der letzten Woche gab es einige interessante Artikel zu den Kosten der Energiewende in meiner geliebten und geschätzten Wirtschaftszeitung. Diese wurden in der Folge von vielen deutschen Zeitungen und Magazinen übernommen. In der Serie ging es nun darum, die Kosten der Energiewende, sprich des Ausstiegs aus der Kernenergie, für Staat, Industrie und Verbraucher zu beziffern. Einige der Kostenblöcke (Höherer Strompreis im Großhandel, Anspruch der Betreiber neuer Anlagen auf die Umlage für erneuerbare Energien) sind dabei bis in das Jahr 2020 oder gar 2015 (Belastung für den Bundeshaushalt) begrenzt. Bei der Erstellung der Artikel bediente sich die Zeitung als Quellen unter anderem Angaben der EEX, des RWI, der LBBW, Frontier und der Branche. Soweit so gut.

    Nun wurde uns also dieses Szenario vorgestellt. In Summe wird behauptet das die „Kosten der Energiewende für Staat, Industrie und Verbraucher“ knapp unter 300 Mrd. € betragen werden.

    Die Frage ist nun, wie solche Szenarien sinnig dargestellt werden können und welche Kostenarten in ein solches Szenario eingerechnet werden sollten? weiterlesen…

    Eine seltsame Welt – Der erste Teil: Not in my backyard

    Verfasst von boris am 07.03.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Zur Einleitung dieser Rubrik soll auf die mediale und öffentliche Reaktion von Problemen bei der Produktion von Energierohstoffen eingegangen werden.

    Seitdem sich Fördertechnologien verbessert haben und die Energiepreise wieder steigen, wird in Deutschland über die Produktion von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten nachgedacht. Grob gesagt ist eine unkonventionelle Erdgaslagerstätte dadurch gekennzeichnet, dass das Speichergestein der Lagerstätte eine so geringe Permeabilität also Durchlässigkeit aufweist, dass das Gas ohne Eingriff in die Lagerstätte nicht oder nur im unökonomischen Maßstab der Förderbohrung zufließen würde. Nun geistert seit mehreren Monaten begleitet von zahlreichen Bürgerbewegungen eine Kampagne durch die Medien (ARD, Spiegel, Zeit), die beschreibt, wie gefährlich das Fracken, so wird das künstliche Erzeugen von Rissen in der Lagerstätte zur Erhöhung der Permeabilität genannt, sei. weiterlesen…

    |