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  • Wie regele ich ein AKW-Moratorium so, dass ich dafür verklagt werde?

    Verfasst von boris am 05.02.2015
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Wenn man den Berichten des WDRs, speziell des Magazins Monitor glauben darf, hat unsere letzte Bundesregierung oder einige ihrer Vertreter den großen vier in Deutschland tätigen Stromerzeugern fast eine Milliarden Euro für das AKW-Moratorium nach dem GAU in Fukushima zugeschanzt.

    Wie das? So deutet eine erste Meldung des Politikmagazins Monitor vom 15. Januar darauf hin, dass RWE 2011 das AKW Biblis wieder hätte anfahren können, dies aber unterlassen hat. Klagegegenstand ist aber die gesamte Zeit des Stillstandes. Wie klage ich also, dass ich ein AKW stillgelegt lasse, obwohl ich es wieder hätte anfahren können? Scheinbar, indem mir der Chef des Bundeskanzleramts und der Hessische Ministerpräsident sekundieren. weiterlesen…

    Bayern und der Strom

    Verfasst von boris am 26.06.2012
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Bekanntlich muss man sich im Süden unserer Republik momentan Gedanken machen, wo der Strom in der Zukunft herkommt. Vor dem Hintergrund des Atom-Moratoriums wurden in Bayern 0,9GW Bruttoleistung, in Baden-Württemberg 1,8GW und im südlichen Hessen 2,5GW Bruttoleistung stillgelegt. Zwei weitere bayrische AKWs sollen nach den aktuellen Planungen in den nächsten fünf Jahren (spätestens 2015 und 2017) stillgelegt werden. Folglich muss oder sollte überlegt werden, woher der Strom stattdessen kommen kann.

    Das wir, gerade der Süden Deutschlands, weniger Strom zur Verfügung haben, war in vielen Schreckensmeldungen in den Medien in diesem Winter zu lesen. Ob die Lage dann wirklich so schlimm ist, ist eine andere Frage, da Deutschland an sich immer noch tendenziell Strom exportieren kann und eher unsere westlichen Nachbarländer regelmäßige ernsthafte Versorgungsprobleme haben. Wie auch immer, wir haben Kraftwerke stillgelegt, wir wollen die Wirtschaftsleistung nicht herunterschrauben, den privaten Lebensstil nicht einschränken und ernsthaft Strom sparen will leider auch keiner. Also müssen wir die Erzeugungskapazität irgendwie ersetzten weiterlesen…

    Die Erneuerbaren und ihre Grundsätzliche Schuld an allen Problemen der Energiewirtschaft

    Verfasst von boris am 03.04.2012
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In meinem Blog beschäftige ich öfter mit komischen Aussagen und Meinungen zur Energiewende. So auch heute mal wieder. Letzte Woche ist bei Hemstedt ein Umspannwerk ausgefallen, welches als eine von drei Stromnetzverbindungen zwischen den alten und den neuen Bundesländern dient. Zusätzlich gab es an der Ostsee eine steife Brise, so dass es Probleme gab, die hohe Stromproduktion aus dem Osten unserer Republik gen Westen abzutransportieren. Soweit so gut; das passiert. Man könnte dem sicherlich netzseitig begegnen, wenn es mehr Netzverbindungsstellen geben oder geeignete Stromspeichertechnologien existieren würden. Erste fehlen aber oft noch – auch da sich gegen viele Trassenprojekte Bürgerbewegungen postiert haben. An letzten wird geforscht respektive etablierte Lösungen wie Pumpspeicherkraftwerke können nicht in nennenswerter Menge nachgebaut werden, da viele geeignete Standorte schon vergeben sind bzw. auch hier wieder Bürgerproteste gegen Neubauten existieren.

    Doch was kommentieren so einige Reporter (zum Beispiel im heutigen Handelsblatt): Diese Situation war der Energiewende geschuldet; dem politisch gewollten Schwenk weg von der Atomenergie. Eine Logik, die sich mir entzieht. weiterlesen…

    Wie der Atomausstieg relativ teuer gerechnet werden kann – Teil 2

    Verfasst von boris am 15.08.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Vor etwa zwei Wochen kommentierte ich hier Berichte zu den (angeblichen) Kosten der Energiewende. Natürlich ist es immer problematisch, solche Daten zu kommentieren – gerade wenn einem die eigentlichen Studien nicht vorliegen. Doch dann kommt man aus dem Urlaub zurück, blättert in den Zeitungen der vergangenen Woche und findet dort: Eine Studie des EWI der Universität Köln die Energieszenarien vergleicht.

    So haben sich nun auch das EWI, die GWS und Prognos Gedanken über die Folgen der Energiepolitik gemacht. Diese sehen nun ganz anders als die damals kommentierte Studie aus, die bis 2020 zusätzliche Kosten von knapp 300 Mrd. € prognostizierte. In dieser neuen Studie wird davon ausgegangen, dass die kumulierten Mehrkosten von 2008 bis sogar 2030 lediglich 16,4 Mrd. € betragen. weiterlesen…

    Wie der Atomausstieg relativ teuer gerechnet werden kann

    Verfasst von boris am 01.08.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    In der letzten Woche gab es einige interessante Artikel zu den Kosten der Energiewende in meiner geliebten und geschätzten Wirtschaftszeitung. Diese wurden in der Folge von vielen deutschen Zeitungen und Magazinen übernommen. In der Serie ging es nun darum, die Kosten der Energiewende, sprich des Ausstiegs aus der Kernenergie, für Staat, Industrie und Verbraucher zu beziffern. Einige der Kostenblöcke (Höherer Strompreis im Großhandel, Anspruch der Betreiber neuer Anlagen auf die Umlage für erneuerbare Energien) sind dabei bis in das Jahr 2020 oder gar 2015 (Belastung für den Bundeshaushalt) begrenzt. Bei der Erstellung der Artikel bediente sich die Zeitung als Quellen unter anderem Angaben der EEX, des RWI, der LBBW, Frontier und der Branche. Soweit so gut.

    Nun wurde uns also dieses Szenario vorgestellt. In Summe wird behauptet das die „Kosten der Energiewende für Staat, Industrie und Verbraucher“ knapp unter 300 Mrd. € betragen werden.

    Die Frage ist nun, wie solche Szenarien sinnig dargestellt werden können und welche Kostenarten in ein solches Szenario eingerechnet werden sollten? weiterlesen…

    Eine seltsame Welt – Der erste Teil: Not in my backyard

    Verfasst von boris am 07.03.2011
    Energie- und Rohstoffpolitik

    Zur Einleitung dieser Rubrik soll auf die mediale und öffentliche Reaktion von Problemen bei der Produktion von Energierohstoffen eingegangen werden.

    Seitdem sich Fördertechnologien verbessert haben und die Energiepreise wieder steigen, wird in Deutschland über die Produktion von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten nachgedacht. Grob gesagt ist eine unkonventionelle Erdgaslagerstätte dadurch gekennzeichnet, dass das Speichergestein der Lagerstätte eine so geringe Permeabilität also Durchlässigkeit aufweist, dass das Gas ohne Eingriff in die Lagerstätte nicht oder nur im unökonomischen Maßstab der Förderbohrung zufließen würde. Nun geistert seit mehreren Monaten begleitet von zahlreichen Bürgerbewegungen eine Kampagne durch die Medien (ARD, Spiegel, Zeit), die beschreibt, wie gefährlich das Fracken, so wird das künstliche Erzeugen von Rissen in der Lagerstätte zur Erhöhung der Permeabilität genannt, sei. weiterlesen…

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