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  • Der Mythos der zu praxisfernen Bachelor-/ Masterausbildung

    Verfasst von boris am 23.04.2015
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Da beschwert sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) doch mal wieder über das Bachelor-/Mastersystem und dessen Absolvierende. Das an diesem System mit viel Engagement und in der Regel völlig zu Unrecht rumgemäkelt wird, ist bedauernswerterweise nichts Neues. Doch die aktuelle Kritik des DIHKs zeigt leider einmal wieder, dass auf Arbeitgeberseite einfach nicht verstanden wird, was dieses System soll und wie unsere Hochschullandschaft aufgebaut ist. Dass ich unter solchen Voraussetzungen mit den von mir eingestellten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen regelmäßig unzufrieden bin, ist dann aber auch nicht erstaunlich.

    Aber was wird aktuell konkret kritisiert? weiterlesen…

    ‘Fehler’ in der Wissenschaft als Vorbild für unsere Studis

    Verfasst von boris am 02.07.2014
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Ich hab mich mal wieder ein wenig weitergebildet, um ein noch besserer Dozent zu werden, als ich es ohnehin schon bin. Thema war die Kreativität und Selbständigkeit von Studis – also leider oft ein Ideal. Dabei ging es natürlich auch darum, dass wir als Dozenten den Studis ein Beispiel sein sollten. Da ich gerne diskutiere, fragte ich mich und die Gruppe irgendwann, ob wir nicht in der Forschung im Sinne der Vorbildfunktion viel falsch machen, weil wir dort keine ‘Fehler’ publizieren. Was meine ich damit? weiterlesen…

    Was sollen eigentlich Unis vermitteln?

    Verfasst von boris am 26.03.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Immer wiederkehrend kam in diesem Blog, aber auch gerade im Rahmen meiner hochschulpolitischen Laufbahn das Thema des Sinnes des universitären Studiums vor: Was soll eigentlich ein universitäres Studium vermitteln? Worauf soll es vorbereiten? Was sollten daher die Inhalte dieses Studiums sein? Ich stehe diesbezüglich fest auf dem Standpunkt, dass es in unserem Hochschulsystem einen funktionalen und damit ebenfalls inhaltlichen Unterschied zwischen den verschiedenen Hochschulformen gibt. Eine Fachhochschule hat berufspraktische Lehrziele, eine Universität wissenschaftliche. Dies finde ich, um hier keine Grundsatzdebatte anzuzetteln, alleine schon deshalb sinnvoll, da sich sonst für mich nicht erschließt, wozu es überhaupt verschiedene Hochschultypen gibt; wenn es keine funktionalen und inhaltlichen Unterschiede gäbe, bräuchte ich schließlich auch keine verschiedenen Hochschultypen vorhalten. Allerdings ist eine der größten Beschwerden am Bolognasystem, dass die neuen universitären Studiengänge nicht sinnvoll auf die Berufspraxis vorbereiten (haben es eigentlich die alten gemacht?). Dies schneidet sich allerdings mit dem Ausbildungsziel einer Universität: der Wissenschaft.

    Ein Musterbeispiel dieser Verkenntnis liefert gerade ein Artikel auf SPON, in welchem sich ein Gründer beschwert, dass er mit seinem VWL- und BWL-Master von der Uni Hannover inhaltlich wenig bei seiner Unternehmensgründung hätte anfangen können. weiterlesen…

    Bologna und seine Schuld am Elend unserer Hochschulen?

    Verfasst von boris am 02.01.2013
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    In meinem letzten Blogeintrag ging ich darauf ein, dass ich nicht glaube, dass die Bolognareform dafür verantwortlich ist, dass sich Fachhochschulen und Universitäten immer mehr annähern; ich vermutete und vermute hinter diesem Problemen als pars pro toto für viele aktuell diskutierte Probleme in unserem Bildungssystem eher einen gesellschaftlichen Wandel denn die Bologna-Reform. Nun erreichte mich ein Zitat aus einem Selbstbericht zur Studiengangs-Reakkreditierung an einer großen deutschen Universität, das in diesem Zusammenhang spanend ist, weshalb ich es an dieser Stelle paraphrasieren möchte:

    Die betreffende Uni hat bei ihren Absolventen über mehrere Jahre hinweg Umfragen bezüglich der Zufriedenheit mit dem Bachelorstudium durchgeführt. weiterlesen…

    Eine Eins bitte!

    Verfasst von boris am 13.11.2012
    Hochschul- und Wissenschaftspolitik

    Wenn ich mir die Bewertung von Prüfungsleistungen anschaue, frage ich mich schon länger, ob da nicht etwas falsch läuft? Ich dachte früher einmal, Noten sollten eine Bewertung darüber wiederspiegeln, was wie gut war. Hierbei würde dann eine Notenskala von 1,0 bis 5,0 komplett ausgenutzt, um diese qualitative Aussage differenziert treffen zu können. Dann bemerkt man aber, wenn die Notenvergaben verschiedener Universitäten und verschiedenster Lehrstühle betrachtet wird, dass Zielkorridore für zum Beispiel Notenschnitte und Durchfallquoten teilweise schon vor den Klausuren feststehen oder es Klausuren gibt, wo Studierenden mit etwa einem Viertel der erreichbaren Punkte bestehen können – ich spreche jetzt übrigens nicht vom Klausurtyp, wählen sie zwei von drei Aufgaben zur Bearbeitung aus, und ich spreche auch nicht von Lehrstühlen, an denen ich gearbeitet habe oder arbeite – man ist ja vernetzt. Wenn man das so sieht, dann fragt man sich: Passen meine getroffene Annahme der Note als Zeichen der Bewertung und die Realität zusammen? weiterlesen…

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